Weiter zum Inhalt
Kommunalpolitik & Themen & Umweltpolitik » PM Trinkwasser in Sangerhausen – Anschluss ans Fernversorgungsnetz: „Ziele müssen eingehalten werden“
16Jan

PM Trinkwasser in Sangerhausen – Anschluss ans Fernversorgungsnetz: „Ziele müssen eingehalten werden“

2„Wir müssen wissen, wo das Wasser herkommt und welche Qualität es hat. Das ist unverzichtbar, denn Wasser ist ein unentbehrlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens.“ So eröffnete der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dietmar Weihrich, die Podiumsdiskussion „Trinkwasserversorgung in Sangerhausen“ seiner Fraktion im Rosenhotel in Sangerhausen.

Als Vertreterin des Wasserverbandes nahm die Geschäftsführerin Dr. Jutta Parnieske-Pasterkamp an der Gesprächsrunde teil: „Unser Verband ist sich seiner Verantwortung bewusst. Deshalb bin ich heute hier.” Mit einer Präsentation stellte sie den geplanten Ablauf für den Anschluss an das Fernversorgungsnetz vor. „Wir können uns die dezentrale Versorgung nicht mehr leisten. Nicht nur aufgrund der Uranproblematik, sondern auch wegen steigender Nitratgehalte. Deshalb hat sich der Verband für eine Umstellung auf Fernwasser entschieden.” 2017 soll es so weit sein und in Sangerhausen Rappbode-Fernwasser aus der Leitung kommen.

„Das ganze Verfahren braucht Zeit. Ich halte zwei Jahre für ein ambitioniertes Ziel des Wasserverbands. Auch wenn ich verstehen kann, dass dies für die Bürgerinnen und Bürger eine lange Zeit ist”, bewertete Detlef Stamfus (Amt für Recht und Kommunalaufsicht) die Aussagen Parnieske-Pasterkamps.

Bei der folgenden Diskussion mit den Gäste, darunter viele Angehörige der „Bürgeraktion für Rappbode-Fernwasser“, kritisierte Burkhard Raab das Fernbleiben des Oberbürgermeisters: „Wir als Bürger trinken immer noch diese Brühe. Die Stadt scheint sich dafür aber nicht zu interessieren.”

Dr. Gerhard Ernst, der den Prozess seit langem als engagierter Bürger begleitet, begrüßte das Erscheinen von Parnieske-Pasterkamp: „Seit 2009 kämpfen wir dafür, dass die Verantwortlichen mit uns reden. Wir hoffen, dass wir künftig einen gemeinsamen Weg finden und wir bereits früher als geplant sauberes Wasser bekommen.”

 

„Wir kennen jetzt den Zeitplan des Wasserbands. Nun werden wir weiter beobachten und darauf drängen, dass die Ziele eingehalten werden.“ Dietmar Weihrich, umweltpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

Hintergrund:

Nach wie vor beschäftigt das Thema Trinkwasser die Bürgerinnen und Bürger in Sangerhausen. Nach jahrelanger Kritik unternimmt der Wasserverband Südharz ernsthafte Anstrengungen, die Qualität des angebotenen Trinkwassers zu verbessern. Eine Studie, die der damalige Trinkwasserzweckverband (TZV) selbst in Auftrag gegeben hat, kam zu dem Ergebnis, dass ein Anschluss an die Fernwasserversorgung hierfür der wirtschaftlichste Weg sei.

Schon in der Vergangenheit beschäftigte sich der bündnisgrüne Politiker Weihrich intensiv mit der Problematik des Trinkwassers. Neben vier kleinen Anfragen im Landtag und einem Besuch des Trinkwasserzweckverbandes Südharz im Rahmen der Fraktionssommertour 2012, fand bereits vor zwei Jahren ebenfalls eine Informationsveranstaltung im Rosenhotel statt.

Verfasst am 16.01.2015 um 13:43 Uhr von mit den Stichworten , , .
Bislang wurde ein Kommentar hinterlassen. Du kannst hier einen Kommtenar schreiben.
Hier ist die TrackBack URL und der Kommentar-Feed des Artikels. Du kannst den Artikel auch auf Twitter oder Facebook posten.

Schreibe einen Kommentar

Valides XHTML & CSS. Realisiert mit Wordpress und dem Blum-O-Matic -Theme von kre8tiv.
24 Datenbankanfragen in 0,639 Sekunden · Anmelden