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16Jan

Veranstaltungsbericht: Trinkwasserversorgung in Sangerhausen

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt lud am 15.01.15 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Trinkwasserversorgung in Sangerhausen” ein.

Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Dietmar Weihrich, eröffnete die Veranstaltung im Rosenhotel mit einer Reaktion auf eine Mitteilung des CDU-Abgeordneten André Schröder, in der es heißt, dass BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nichts mit dem Thema zu tun hätten.

1“Wir haben sehr wohl etwas mit dem Thema zu tun. Denn wir interessieren uns dafür und wollen, dass Sie als Bürgerinnen und Bürger darüber informiert werden. Denn sie sind diejenigen, die das Wasser trinken müssen.”, so Weihrich.

Auch in der Vergangenheit beschäftigte sich Dietmar Weihrich intensiv mit der Problematik. Neben 4 kleinen Anfragen im Landtag und einem Besuch des Trinkwasserzweckverbandes Südharz im Rahmen der Fraktionssommertour 2012, fand bereits vor 2 Jahren ebenfalls eine Informationsveranstaltung im Rosenhotel statt.

Nach wie vor beschäftigt das Thema Trinkwasser die Bürgerinnen und Bürger in Sangerhausen. Nach jahrelanger Kritik unternimmt der Wasserverband Südharz ernsthafte Anstrengungen, die Qualität des angebotenen Trinkwassers zu verbessern. Eine Studie, die der damalige Trinkwasserzweckverband (TZV) selbst in Auftrag gegeben hat, kam zu dem Ergebnis, dass ein Anschluss an die Fernwasserversorgung hierfür der wirtschaftlichste Weg sei.

Als Vertreterin des Wasserverbandes nahm die Geschäftsführerin Frau Dr. Parnieske-Pasterkamp an der Gesprächsrunde teil und verwies auf die Wichtigkeit der Thematik : “Der Verband ist sich seiner Verantwortung bewusst. Deshalb bin ich heute hier.”

3Anhand einer Präsentation stellte sie den geplanten Ablauf für den Anschluss an das Fernversorgungsnetz vor. “Wir können uns die dezentrale Versorgung nicht mehr leisten. Nicht nur aufgrund der Uranproblematik, sondern auch wegen steigender Nitratgehalte. Deshalb hat sich der Verband für eine Umstellung auf Fernwasser entschieden.” , so Frau Dr. Parnieske-Pasterkamp.

2017 soll es dann so weit sein und in Sangerhausen Rappbode-Fernwasser aus der Leitung kommen.

Der ebenfalls als Diskussionsteilnehmer erschienene Herr Stamfus  vom Amt für Recht und Kommunalaufsicht erklärte zu dem Vorhaben: “Das ganze Verfahren braucht Zeit. Ich halte 2 Jahre für ein ambitioniertes Ziel des Wasserverbands. Auch wenn ich verstehen kann, dass dies für Sie eine lange Zeit ist.”

Im Anschluss beteiligten sich die zahlreich erschienenen Gäste, unter ihnen viele Angehörige der “Bürgeraktion für Rappbode-Fernwasser”, an der Diskussion.

Harte Kritik am Fernbleiben des Oberbürgermeisters äußerte Herr Raab: “Wir als Bürger trinken immer noch diese Brühe. Die Stadt scheint sich dafür aber nicht zu interessieren. Deshalb ist kein Vertreter der Stadt hier anwesend.”

4Herr Dr. Ernst, der den Prozess seit langem als engagierter Bürger begleitet, fand positive Worte für das Erscheinen von Frau Dr. Parnieske-Pasterkamp : “Seit 2009 kämpfen wir dafür, dass die Verantwortlichen mit uns reden. Wir hoffen, dass wir künftig einen gemeinsamen Weg finden und wir bereits früher als geplant sauberes Wasser bekommen.”

Als abschließendes Fazit meinte Dietmar Weihrich: “Es ist gut, dass wir jetzt einen festen Zeitplan kennen. Nun müssen wir weiter beobachten und gemeinsam darauf dringen, dass die Ziele eingehalten werden.”

Verfasst am 16.01.2015 um 13:58 Uhr von mit den Stichworten , , .
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