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PM Fracking-Moratorium: “Gefahren für Mensch und Natur verhindern”

Statements des umweltpolitischen Sprechers der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Dietmar Weihrich, zum Antrag “Fracking-Moratorium” seiner Fraktion:

“Unser Antrag sagt ganz klar, im Moment können wir die Fracking-Technologie nicht seriös beurteilen. Das fängt ja schon damit an, dass jedes Unternehmen seine eigene chemische Zusammensetzung benutzt – niemand weiß, was da genau in den Boden gepresst wird und welche Risiken für das Grundwasser existieren. Deswegen brauchen wir ein Moratorium von fünf Jahren. In diesem Zeitraum können wir weitere Gutachten einholen und Forschungsprojekte in Auftrag geben. Am Ende werden wir dann sehen, welche Gefahren Fracking für die Umwelt und die Menschen tatsächlich birgt.”

“Während des Moratoriums müssen auch bestehende Regelungen überprüft werden. Hierbei geht insbesondere um die Umweltverträglichkeitsprüfung und das vollkommen überalterte Bergrecht. Um das alles seriös zu prüfen, brauchen wir für Sachsen-Anhalt einen Zeitraum von fünf Jahren. Parallel dazu muss es auf Bundesebene eine Bundesratsinitiative geben, die bundesweit solch ein Moratorium festlegt.”

“Das Umweltbundesamt, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die nordrhein-westfälische Landesregierung – sogar der Präsident Frankreichs Francois Hollande – haben sich vom Fracking distanziert und klare Anforderungen an die Durchführung des Verfahrens gestellt. Um all die offenen Fragen auch für Sachsen-Anhalt zu klären, fordert auch die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ein fünfjähriges Fracking-Moratorium. Nur so können wir Gefahren für Mensch und Natur verhindern.”

Hintergrund: Fracking ist eine Methode, auf ungewöhnlichem Weg in 3000 Meter Tiefe Erdgasvorkommen zu erschließen. Mit hohem Druck und unterschiedlichen Chemikalien werden Gesteine aufgebrochen und darin enthaltenes Erdgas kann gewonnen werden.

Verfasst am 18.10.2012 um 13:51 Uhr von mit den Stichworten , , , , , , , .
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